Nutzer- und Bedarfsanalyse – Projektabschlussbericht mit Empfehlungen
Die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) initiierte im Herbst 2025 eine Nutzer- und Bedarfsanalyse (NBA). Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) wurde diese online gestellt und richtete sich an Nutzende und Bereitstellende von Geodaten aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, an NGOs (Non-Governmental Organizations) und an die Zivilgesellschaft (Abb. 1). Dem Aufruf folgten fast 2 600 Teilnehmende und übermittelten ihre Bedarfe, Anforderungen und Optimierungswünsche an die GDI-DE.
Erste Ergebnisse der Auswertung wurden bereits am 25. Februar 2026 in einer Online-Informationsveranstaltung der GDI-DE kommuniziert. Dabei ging es vorwiegend um zentrale Erkenntnisse zur Nutzung von Geodaten, zukünftige Bedarfe sowie geplante Weiterentwicklungen in der GDI-DE. Im Anschluss wurde über die praktische Bedeutung der Ergebnisse für den Einsatz in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung diskutiert. Zahlreiche Teilnehmende unterstrichen ihr großes Interesse an weiteren Informationen. Diese wurden Mitte Mai 2026 mit dem Projektabschlussbericht veröffentlicht (Abb. 2). Er beschreibt das methodische Vorgehen, die detaillierte Auswertung und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die GDI-DE.
Die enthaltene Erstauswertung durchgeführter Betrachtungen zeigt, wie der Datensatz für weiterführende Auswertungen aufbereitet werden kann. Daher sollten die umfangreichen Informationen der NBA zukünftig zu spezifischen Auswertungen genutzt werden.
Von der Analyse zur Praxis
Die NBA wurde als Umsetzungsprojekt zur Nationalen Geoinformationsstrategie (NGIS) 2.0 unter den Schwerpunkten „Nutzerorientierung als ein wesentliches Prinzip“ sowie „Bedarfsorientierung ausbauen“ durchgeführt. Somit ist das Ergebnis dieser Analyse für die zukünftige Ausrichtung der GDI-DE besonders wichtig.
Im Rahmen des Projektes wurden aus den Umfrageergebnissen grundsätzliche Empfehlungen abgeleitet. Auf Fragen, nach Verbesserungspotentialen technologischer Weiterentwicklungen basierende Auswertungen ergaben, dass eine vertiefte Beschäftigung mit den Themenfeldern Zeitreihen, Digitale Zwillinge, Datenräume und Sensordaten empfohlen wird (Abb. 3).
Die Handlungsempfehlungen stellen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der GDI-DE dar, da sie sich eng an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer orientieren. Die Arbeitsgruppe Umsetzung NGIS nimmt derzeit eine Priorisierung dieser Empfehlungen vor. Auf dieser Grundlage kann das Lenkungsgremium GDI-DE – unter Einbeziehung der Arbeitskreise – die weiteren Maßnahmen gezielt initiieren und steuern. So wird sichergestellt, dass die nächsten Schritte bedarfsgerecht und koordiniert erfolgen.
Weitere Informationen:
- Artikel GDI-LSA Newsletter 2-2025 Nutzer- und Bedarfsanalyse der Geodateninfrastruktur Deutschland
- Abschlussbericht zum Umsetzungsprojekt 1 „Durchführung einer Nutzer- und Bedarfsanalyse“
- NGIS 2.0
(B. Kohlenbach, Kontaktstelle GDI-LSA, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Straße 15, 39104 Magdeburg)








